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Hřensko deutsch Herrnskretschen ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt im Norden des Landes direkt an der Grenze zu Deutschland, wo die Kamenice deutsch Kamnitz in die Elbe mündet. Sie ist der am tiefsten gelegene Ort in Böhmen und ganz Tschechien 112,5 m n.m. .

Ortsname

Der Name Herrnskretschen leitet sich wahrscheinlich aus dem Familiennamen Horniss und Kretscham ab. Andere Schreibweisen waren Hirmskretschen und Hirniskretschen. Der tschechische Name Hřensko stammt aus einer Eintragung in der böhmischen Landtafel von 1623 wes Hržensko ginak Hernskrecžem = das Dorf Hržensko oder auch Hernskrecžem .

Geschichte

Herrnskretschen wurde 1475 erstmals erwähnt. Steinbrüche, Flößerei und Holzhandel bestimmten für lange Zeit die wirtschaftliche Entwicklung. Immer wieder erlitt der Ort Schäden durch Hochwasser der Elbe und der Kamnitz, die seit 1501 belegbar sind und regelmäßig wiederkehren. Ebenso finden sich seit dem 19. Jahrhundert immer wieder Nachrichten über Felsstürze von Sandsteinfelsen oberhalb des Ortes.

Der größte soll der Einsturz des Marienfelsens oberhalb des späteren Herrenhauses gewesen sein, jedoch besteht zu diesem Ereignis keine schriftliche Überlieferung. Das einstige Zentrum des Ortes befand sich am Elbufer unterhalb der Kamnitzmündung, um die untere Schenke, den Hornskratschn. Das Wirtshaus, das wahrscheinlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts an einem Lagerplatz der Flößerei entstanden ist, lässt sich seit 1445 schriftlich nachweisen. Nachdem 1786 an der Kamnitz die Kirche erbaut worden war, verlagerte sich der Mittelpunkt des Ortes in das Seitental.